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Niederlande entlasten IPCC

Die Schlussfolgerungen des vierten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC sind "gut fundiert" – diese Einschätzung formuliert die Niederländische Umweltagentur PBL in einem Bericht im Auftrag des niederländischen Umweltminsteriums. In der ersten größeren unabhängigen Untersuchung der Arbeit des IPCC wurden "keine signifikanten Fehler" gefunden, heißt es in dem Dokuent, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

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Die Angaben zur Gletscherschmelze auf dem Dach der Welt brachten den IPCC im Januar in die Kritik. (Fotos: Reimer)

Der Weltklimarat war in den vergangenen Monaten scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem im Januar eine fehlerhafte Prognose zur Gletscherschmelze im Himalaya im vierten Sachstandsbericht von 2007 breiter bekannt geworden war. Zudem entpuppte sich auch eine Zahl als falsch, mit der die unter dem Meeresspiegel liegende Fläche der Niederlande beziffert wurde - dieser Fehler ging auf eine inkorrekte Zahl der holländischen Regierung zurück. Die dortige Umweltagentur nahm daraufhin die Teile des Sachstandsberichts zu den Folgen des Klimawandels genauer unter die Lupe. Ergebnis: Es wurden zwar "kleinere Unstimmigkeiten" gefunden, an den wesentlichen Schlussfolgerungen des Berichts ändere das jedoch nichts. Weiter heißt es, es gebe "hinreichende Beweise" für regionale Klimafolgen, die ein substantielles Risiko darstellen. 

Der Bericht kritisiert allerdings, die Grundlagen für die Zusammenfassung des Berichts hätte transparenter sein sollen: Die Rolle der Bewertung von ausgewiesenen Klimaexperten werde anerkannt, so die Empfehlung der Umweltagentur, die Grundlage der Bewertung sollte jedoch in künftigen Sachstandsberichten deutlicher werden. Verbesserungspotenzial sieht die Niederländische Umweltagentur auch an weiteren Punkten: Kritisiert wird etwa auch die Kozentration auf negative Folgen des Klimawandels. Für den nächsten IPCC-Bericht, der bis 2013 erscheinen soll empfiehlt die Umweltagentur auch "positive" Aspekte wie die Möglichkeit des Anbau bestimmter Getreidesorten in einigen Regionen der Welt oder die Erschließung neuer Seewege in der Arktis durch die Eisschmelze.

Empfohlen wird dem IPCC auch, zur Vermeidung von Fehlern und Mängel die Qualitätskontrolle zu verstärken und eine offizielle Anlaufstelle für Fehlerhinweise nach Veröffentlichung des fünften IPCC-Berichts einzurichten. Außerdem soll deutlicher gemacht werden, dass sich die Folgen des Klimawandels in den verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich auswirken.

Der Weltklimarat werde die Anregungen der Niederländischen Umweltagentur und weiterer Untersuchungen in die Arbeit an künftigen Sachstandsberichten mit aufnehmen, sagte IPCC-Chef Rajendra Pachauri: Die Bewertung sei  "eine Bestätigung der zentralen Rolle" des Wissenschaftlergremiums. Auch der im März von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingesetzte InterAcademy Concil (IAC) arbeitet derzeit an einem Bericht zur Bewertung und Kontrolle der Arbeit des Weltklimarats.

Eine detaillierte Erörterung zur Kritik am IPCC-Bericht finden Sie auf dem Blog "KlimaLounge"

klimaretter.info/sam


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