"Climategate-Forscher" entlastet
Klimawissenschaftler Michael Mann ist am Donnerstag erneut durch einen Universitätsausschuss vom Vorwurf der Datenmainpulation freigesprochen worden. Der Wissenschaftler stand neben dem Briten Phil Jones im Mittelpunkt des Pseudoskandals "Climategate", bei dem sich Hacker Zugang zu mehr als 1.000 internen E-Mails von Klimawissenschaftlern verschafft und sie veröffentlicht hatten.

Abschließend entlastet: Michael Mann. (Foto: Greg Rico/PennState)
Manns Hockey Stick Kurve ist ein Klassiker der Klimaforschung, die immer wieder von "Klimaskeptikern" angegriffen wird. Der Ausschuss der Pennsylvenia State University hatte im März seine umfassenden Untersuchung begonnen und Mann zwischenzeitlich bereits vom Vorwurf entlastet, er habe "Daten zurückgehalten oder verfälscht". Im Abschlussbericht der Untersuchung heißt es ebenfalls, sämtliche Vorwürfe gegen Mann seien "ohne Substanz". Er hoffe, mit diesen Erkenntnissen werde den haltlosen Vorwürfen gegen ihn und seine Arbeit ein Ende gesetzt, reagierte Mann auf die Veröffentlichung: "Ich freue mich, dass wir uns wieder unserer eigentlichen Arbeit zuwenden können".
Auch sein britischer Kollege Phil Jones war bereits mehrfach entlastet worden: Der Forschungsausschuss des britischen Unterhauses urteilte, Jones habe "in Übereinstimmung mit den gängigen Regeln der Klimaforschung gehandelt. Auch der Untersuchungsausschuss der Universität East Anglia hatte den Wissenschaftler vom Vorwurf der Manipulation entlastet. Eine weitere Untersuchung zu den Vorfällen läuft noch.
Eine detaillierte Erörterung zu den "Climategate"-Vorwürfen und angeblichen Fehler im IPCC-Bericht inklusive Gegenargumenten von Wissenschaftlern wie Stefan Ramstorf finden Sie auf dem Blog "KlimaLounge"
klimaretter.info/sam
Die Schlagzeilen
Am meisten gelesen
Meinungen: Reimers kleine Zahlenkunde
Der Wähler zahlt den Deal
Das Gutachten zur Erstellung des Energiekonzept liegt vor, das zugrunde liegende Modell ist jedoch offenkundig fehlerhaft. Untern Strich bescheinigt das Papier längeren Atomlaufzeiten kaum volkswirtschaftlichen Nutzen.
[mehr...]
Was, bitte, sollen denn diese Aufkleber?
Im Redaktionsalltag gibt es immer wieder Themen und Texte, die uns besonders auffallen. Die brisanter sind als andere. Oder spannender. Oder bewegender. Mit bunten Aufklebern werden unsere Redakteurinnen und Redakteure (und gelegentlich auch Gäste) Sie künftig auf solche Texte hinweisen
Aktion des Monats Sie lassen nicht locker, die Bürger aus Stuttgart und Umgebung. Unterstützen Sie den Widerstand gegen das Milliardengrab: Beteiligen Sie sich an zwei Petitionen gegen das Wahnsinnsprojekt! [mehr...] | Serie Reihenweise planten Stromkonzerne in Deutschland neue Kohlekraftwerke - doch rund ein Dutzend davon ist bereits verhindert worden. Gibt es Erfolgsrezepte für den Widerstand? [mehr...] |
Serie New York, Shanghai, Venedig, Singapur, Jakobshavn - ein Zehntel der Erden- Bürger lebt in Küstennähe weniger als zehn Meter über dem Meeresspiegel. Was tun, wenn das Wasser steigt? [mehr...] | Geopolitik Irak ist empört und interveniert scharf: Der deutsche Energieriese unterstütze mit einem Erdgas-Liefervertrag für die Nabucco-Pipline die seperatistischen Bemühungen der Kurden. [mehr...] |
Dosenindustrie: Greenwash-Slogans verschrottet
Mitte Juli haben wir an dieser Stelle über den Versuch der Dosenindustrie berichtet, Getränkebüchsen grün anzumalen – und so deren Wiedereinführung auf dem Markt propagandistisch zu begleiten. Kurz darauf nahm sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) des Themas an. Und erreichte[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Aktuelle Blogs
Klimaretter-Dossiers
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
1. Klimakonferenz 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel Cochbamba - Kopenhagen von unten
Kopenhagen 2009 - Wie der Mega-Gipfel scheiterte
Bundestagswahl - Das Klima war nur Nebensache
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung?


















